Leserbeitrag von A. E. Hübner

Ostern war endlich die Winterpause für unser 901S-Cabrio vorbei, und es durfte wieder auf die Straße. In der Zeit waren eine größere Roststelle am rechten Kotflügel sowie mehrere kleinere Roststellen in den Türen von Kay Greenfield fachmännisch repariert worden. Außerdem hatte ich uns den Luxus gegönnt und eine Echtholzapplikation für das Handschuhfach anfertigen lassen.

Saab 900 Cabriolet

Saab 900 Cabriolet

Nach Aussagen des „größten SAAB-Händlers Süddeutschlands“ gäbe es leider keine Holzabdeckungen (mehr?). Sei’s drum, mit Klaus Cieslak haben wir hier vor Ort einen Spezialisten für Holz- und Oberflächenbearbeitung. Hat viel zu tun, insbesondere für Mercedes-Oldtimer aus dem In- und Ausland. Für unser „gutes Stück“ hat er dann aus einem alten Deckel ein Sahnestück geschaffen. Ich war so begeistert, das ich gleich noch 2 Zierleisten geordert habe, die ihren Platz in den Vertiefungen der Türverkleidung finden sollen. Aber das muß noch warten bis 2014. Wie gesagt: er hat viel zu tun mit seinem Ein-Mann-Betrieb.

Wie abgesprochen hatte unser freundlicher SAAB-Partner Kay Greenfield uns für die Karwoche wieder den 9000 CD zur Verfügung gestellt, der natürlich die obligate Wäsche und Wachspflege von mir bekam, und am 01.04. erfolgte dann bei strahlendem Sonnenschein der Austausch gegen unseren 901S, der noch einige Tage beim Lackierer verbracht hatte. Eigentlich hatte er auch eine neue „Mütze“ bekommen sollen, da die Verdeckwanne nach jedem Regenschauer voll Wasser stand. Aber infolge der Arbeitsbelastung (wie gut für Kay Greenfield) hatten wir das dann erstmal verschoben.

Als ich zur Werkstatt kam, warte dort schon meine Augenweide im strahlenden Sonnenschein. Vor der Heimfahrt noch schnell ein Paar Fotos geschossen, und dann ging’s los. Der satte Sound entschädigte für die lange Wartezeit über den Winter, und der Sonnenschein verleitete mich noch zu einem kleinen Umweg. Viele „Winterschläfer“ waren dank des guten Wetters unterwegs.
Zu Hause angekommen gab’s noch eine kurze Foto-Session mit den Winterrädern und nun konnte der Sommer beginnen.
Ende April kamen dann die Sommerräder an’s Fahrzeug und dann gab’s auch noch das neue Verdeck. So konnten mich auch die Regenschauer nicht mehr erschüttern, ist doch der SAAB-Convertible für seine Wetterfestigkeit bekannt.

Anfang Juli stand dann eine längere Tour nach Frankfurt an, wo ich den Ironman-Frankfurt als Arzt seit Jahren mitbetreue. Morgens um 04:30 Uhr ging es los Richtung Ffm., wegen der Kühle blieb das Dach erstmal oben. Ganz ruhig mit ca. 120 kmh über die Autobahn nach Frankfurt Niederrad, wo der 901S vor dem „Novotel“ eine ausnehmend gute Figur abgab.

Am Sonntagmorgen dann bei strahlendem Sonnenschein „oben ohne“ in die City. Der Turbo grollte, während wir gemütlich durch die noch leeren Straßen rollten. Der Stopp an der Tankstelle gab auch Grund zur Freude: Unter 8 Liter E10 waren wir zum Bedauern von Minister Schäuble geblieben!

Nach getaner Arbeit ging es dann gegen 22:00 Uhr noch nach Mainz, kurze Stippvisite beim Sohn, dank der lauen Sommerluft weiter „oben ohne“. Durch die allgemeine Hektik der SUV-Rambos, die sich auf der dritten Spur halsbrecherische Zweikämpfe um jeden Zentimeter lieferten, ließen wir uns nicht beirren. Bei 125 kmh mit heiserem Turbogesang ließ es sich -wenn auch kopfschüttelnd ob der Verrückten auf der Überholspur – unbeschwert  reisen.

Von Mainz starteten wir dann gegen Mitternacht nach Detmold , diesmal wieder „mit Mütze“. Auf der A 44 hinter Kassel Wilhelmshöhe konnte ich dann aber doch nicht widerstehen: Die Autobahn war frei, und der Oldie wollte zeigen wie fit ein „Ironman“ von SAAB ist. Unter Fanfaren und Trompeten aus dem Endrohr ging die Jagd los, bis uns vor der nächsten Baustelle bei 190 kmh (Tacho) die Realität wieder eingeholt und auf das vorgeschriebene Tempo heruntergebremst hatte.

Die restliche Strecke ging es dann wieder gemütlich weiter, und gegen 03:00 Uhr stand dann der 901S wieder im Carport. Das leise Knistern und Knacken unter der Haube klang wie ein Gute-Nacht-Gruß, bevor dann endgültig die Lichter nach einem tollen Wochenende ausgingen.

 

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